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Was ist Meditation?
Alles um uns herum wird zuerst durch unsere Sinnesorgane aufgenommen, dann durch unseren Körper über die Nervenbahnen in unser Gehirn geleitet, dort transformiert und wahrnehmbar gemacht. Die Welt, die wir über unsere Sinne erfahren, ist meistens klar und leicht begreifbar. Hier finden wir Formen, Farben, Geräusche, Düfte und Geschmäcker. Diese Erfahrungen aus der Welt der Empfindungen kann man leicht benennen und einordnen, und sie helfen uns zu definieren was es heißt, lebendig zu sein. Aber da ist noch eine andere Welt, vielleicht noch lebendiger, doch weitaus weniger leicht zu beschreiben. Eine innere Welt der Gedanken und Gefühle, eine Welt der Visionen, Vorstellungen und Träume, eine Welt, in der manchmal etwas in uns fragt: Wer sind wir eigentlich? Was ist der Sinn unseres Daseins? In dieser Welt gibt es jemanden, den ich jetzt ganz frech als "Ich" bezeichne. Und dieses "Ich" auf der anderen Seite wünscht sich, viel öfter und vor allem bewusster wahrgenommen zu werden. Und was hat das jetzt alles mit "Meditation" zu tun? Wie schon im Wort "Medizin" ist auch hier das lateinische "mederi - messen, das rechte Maß finden" darin, das wiederum eng mit dem Wort "Mitte" verbunden ist. In unserer Mitte zu sein, das bedeutet das "Ich" auf beiden Ebenen zu erkennen und diese Erkenntnis bringt uns dem eigentlichen Ziel der Meditation näher, nämlich zu wissen wer wir sind. "Ich bin nicht ich. Sigmund Freud erstellte folgendes Modell des menschlichen Geistes: Ebene eins: Der bewusste Geist besteht aus dem, was unsere Aufmerksamkeit gerade beschäftigt, Gedanken, Sinneseindrücke, Gefühle oder Empfindungen. Der bewusste Geist - das Bewusstsein - ist im Prinzip der Teil des Geistes, in dem wir uns zu Hause fühlen. Ebene zwei: Der vorbewusste Geist umfasst alle Informationen, die in unserem Kopf gespeichert sind und die wir meist willentlich abrufen können. Beispiel: Denke an einen Berggipfel! Jetzt sollten eigentlich alle möglichen Vorstellungen und bildliche Eindrücke aus dem Vorbewusstsein in das Bewusstsein wandern, aber vor allem: es ist jetzt eigentlich unmöglich, nicht an einen Berg zu denken. Ebene drei: Das Unbewusste
besteht aus jenen geheimnisvollen Tiefen, die im Allgemeinen dem bewussten
Geist ohne die Anwendung geeigneter Techniken (Hypnose, Träume und
vor allem Meditation) verborgen bleiben. Carl Gustav Jung hat das Unbewusste
weiter unterteilt in das: Mit Hilfe der Meditation können wir also aus den verschiedenen Bewusstseinsebenen Informationen abrufen und ins Bewusstsein bringen und umgekehrt. Es ist eines der Werkzeuge, die uns helfen können, die Grenzen der verschiedenen Ebenen aufzulösen, um eins mit uns selbst und unserer Umwelt zu werden.
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