Meditation mit Klang

Beim Einsatz von einfachen Klängen (z.B. Klangschalen) ist es sehr schnell möglich sich zu konzentrieren und in die Phase der Stille zu gelangen. Der Klang gibt das Gefühl von Geborgenheit, lässt sehr schnell Ruhe im Geiste einkehren und man hat das Gefühl, dass die Gedanken durch die Schwingungen in Resonanz gehen, sich auflösen und keine Bedeutung mehr haben. Wenn man einmal in tibetanischen Klöstern gehört hat, mit welcher Lautstärke die Priester ihre Klanginstrumenten einsetzen, möchte man glauben, kein Mensch könne sich dabei konzentrieren, aber der Spruch dort lautet: "Wo viel Lärm ist, haben Gedanken keinen Platz".

Bei der Körperarbeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Klanginstrumente die beste Wirkung erzielen, wenn man sie sehr sachte verwendet. Wie in der Homöopathie lautet hier die Devise "weniger ist mehr", und so kommen die Klienten schon nach wenigen Minuten in eine Phase tiefer Entspannung. In der Meditation ist es die Wechselwirkung von Laut und Leise, von Musik und Stille, die zum Erfolg verhelfen kann.

Das Instrument, welches zum Einsatz kommt, um in die Phase "Einsicht" einzutauchen, ist der Gong. Dieses Instrument hat ein ungeheures Spektrum an Klängen und Schwingungen (vor allem die, die man nicht hört!) und bewirkt bei den meisten Menschen das Gefühl der totalen Auflösung körperlicher und geistiger Grenzen. Was in dieser Umgebung alles in Fluss und dadurch wieder in die ursprüngliche Ordnung kommt, kann man sich kaum vorstellen.

Im Buch der Könige gibt es eine berühmte Stelle, die dies wunderbar umschreibt:

"Da war zuerst ein furchtbarer Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach - aber Gott sprach nicht.
Nach den Sturm aber kam ein Erdbeben, das die Städte und Felder verwüstete - aber Gott sprach nicht.
Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, das alles verbrannte - aber Gott sprach nicht.
Nach dem Feuer aber kam die Stille. Und im Rauschen der Stille - da sprach Gott."

In den spirituellen Überlieferungen der Menschheit wird ganz viel vom Hören, von Stille und vom Schweigen gesprochen. Und es ist offensichtlich - im Juden- und Christentum, im Islam, in Hinduismus und Buddhismus, in Tibet und im Zen, bei den Schamanen in Sibirien, in Afrika, bei den Indianern, im polynesischen Raum, bei modernen Weisen und Wissenden: Das Hören auf Stille und Schweigen ist deshalb wichtig, weil es den Menschen hinführt auf das, was wir "dann" hören. Die einen nennen es "Gott" und die anderen das "höhere Selbst". Egal wie Du es benennen willst, es ist auf alle Fälle eine gute Möglichkeit auf die innere Stimme zu hören.

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Meditation mit Klang
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Resümee